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15 Dez 2016

I Dream Of Wires

Musik und Musikerzeugung ist ja ein sehr beliebtes Thema für Tattoos. Fast jeder mag Musik, daher sind Noten, Instrumente und Mikrofone nicht ohne Grund fester Bestandteil des Motiv-Kanons. Wie aber kann man seine Liebe zu elektronischer Musik und deren Instrument ausdrücken?

“I Dream Of Wires” ist ein Dokumentarfilm über die Geschichte des modularen Synthesizers und dessen Einfluss auf die gesamte weitere Entwicklung. Selbst Musiker, wünschte der Träger dazu ein paar bunte Kabel mit Klinkensteckern und es ging zunächst nur um den Unterarm.
Bei der Besprechung stellte sich aber schnell heraus, dass am Unterarm bereits eine Sammlung kleiner Tätowierungen vorhanden ist und auch die Oberarmaußenseite bereits tätowiert ist. Anstelle nun einfach weitere Einzeltattoos dazwischen zu setzen, die unschöne “Resteflächen” aufreißen würden, überlegten wir, ob und wie wir die Kurve zu einem Gesamtbild kriegen können.
Die Sammlung am Unterarm sollte erhalten bleiben, aber auch nicht optisch verschluckt werden – das Pitchfork-Tattoo durfte für das Gesamtbild geopfert werden. Dadurch stand für mich die Richtung der Formsprache und die Proportionen fest. Das Thema stand ja auch fest, sein Instrument, und so war für mich klar, wie wir es angehen werden:

Bald werden die Kabel bunt.

(Landläufig würde man es wohl Biomechanik nennen, auch wenn es für mich nicht so richtig in die Biomech-Schublade passt.)

Die Fotos der letzten Sitzung im Juli 2016:

Und der Verheiltbesuch im Winter